Medikamente
Stimulanzien sind Wirkstoffe, die auf das Gehirn anregend und die Stimmung hebend wirken, indem sie die Wirksamkeit der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin erhöhen (Methylphenidat, Modafinil). Nebenwirkungen sind Appetitminderung, Bauchschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Schweißausbrüche, allergische Hautreaktionen. Bei Suchterkrankungen werden sie nicht verordnet.
Trizyklische Antidepressiva tragen ihren Namen wegen ihrer Molekülstruktur (Amitriptylin Doxepin, Mianserin). Sie wirken beruhigend und langfristig stimmungsaufhellend. Nebenwirkungen sind u.a. Mundtrockenheit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Verstopfung, Sehstörungen, Schlafstörungen.
Hypnotika (Schlafmittel) wirken entspannend und beruhigend. Sie beseitigen jedoch nicht die Ursache der Schlafstörung. Man unterscheidet folgende Wirkstoffgruppen:
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Benzodiazepine verstärken einen hemmenden Botenstoff im Gehirn. Sie sind stark wirksame Beruhigungs- und Entspannungsmittel und wirken angstlösend. Je nach Schlafstörungstyp werden verschieden lang wirksame Präparate verabreicht (z.B. Midazolam, Lorazepam, Diazepam). Benzodiazepine werden gut vertragen, können jedoch zu Abhängigkeit führen.
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Benozodiazepinen ähnliche neuere Wirkstoffe sind anders aufgebaut, wirken jedoch sehr ähnlich und sind in verschieden lange wirkenden Präparaten erhältlich (Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon) . Sie werden gut vertragen, können in Einzelfällen jedoch Atemstörungen und Kreislaufbeschwerden hervorrufen.
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Antidepressiva kommen zum Einsatz, wenn eine depressive Verstimmung zugrunde liegt. Jedoch können sie auch ohne dieses Krankheitsbild wegen ihrer beruhigenden und langfristig stimmungsaufhellenden Wirkungen hilfreich sein (Amitriptylin, Doxepin, Mianserin). Sie wirken erst nach einigen Wochen und können nach sehr langer Anwendung ihre Wirkung verlieren. Nebenwirkungen können sein: Mundtrockenheit, Verdauungsbeschwerden, Sehstörungen, Blutdrucksenkung; bei Mianserin langfristig auch Bildungsstörungen der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose).
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Neuroleptika sind Wirkstoffe gegen psychotische Krankheitszeichen (Halluzinationen, Wahn), sie haben jedoch auch beruhigende und dämpfende Wirkungen. Gegen Schlafstörungen werden allenfalls schwache Neuroleptika verabreicht (Promazin, Levomepromazin, Chlorprothixen). Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Blutdruckstörungen, Schwitzen, Zittern; langfristig: bleibende Muskelstörungen.
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Antihistaminika stammen aus der Allergiebehandlung, wirken jedoch auch beruhigend (Diphenhydramin, Doxylamin) . Sie wirken mit Verzögerung und für längere Zeit. Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Verstopfung, Beschwerden beim Wasserlassen, Benommenheit oder Verwirrung.
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Chloralhydrat ist ein starkes und bewährtes Beruhigungsmittel, das wegen seiner giftigen Nebenwirkungen auf innere Organe und Schleimhäute nur noch selten verabreicht wird.
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Pflanzliche Präparate sind frei erhältlich, milde wirksam und deshalb gut verträglich. Sie enthalten Wirkstoffe aus Baldrian, Hopfen, Melisse, Kava-Kava.
Levodopa ist die Vorstufe eines Botenstoffes im Gehirn (Dopamin). Es stammt aus der Parkinson-Behandlung, wirkt jedoch schnell und stark gegen das Restless Legs Syndrome. Allerdings läßt die Wirksamkeit schnell nach und kann sich sogar in ihr Gegenteil verkehren (Augmentation). Deshalb wird es nur kurzzeitig verordnet.
Dopamin-Agonisten ersetzen die Wirkung des Botenstoffs Dopamin. Sie lindern die Beschwerden beim Restless Legs Syndrom wirkungsvoll. Typische Nebenwirkungen der Dopamin-Agonisten sind Schwindel, Übelkeit, Benommenheit, niedriger Blutdruck, Bewegungsstörung, Halluzinationen, Libidosteigerung.
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