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Schlafstörung
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Schlafstörung

Schlaf

Im Schlaf entspannen sich die Muskeln, Atem und Herzschlag verlangsamen sich, der Stoffwechsel und die Gehirntätigkeit stellen sich um. Bis heute ist ungeklärt warum, aber: Menschen und Tiere brauchen Schlaf, um gesund zu bleiben.

Die nötige Schlafmenge und die Schlafzeiten sind je nach Lebensalter unterschiedlich: Säuglinge schlafen insgesamt bis zu 16 Stunden am Tag, alte Menschen brauchen nachts weniger Schlaf, dafür am Tage ein oder zwei Nickerchen. Manche Erwachsene brauchen nur 4 Stunden Nachtschlaf, andere das doppelte, um sich wohlzufühlen.

Der Nachtschlaf besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Phasen unterschiedlicher Schlaftiefe, welche anhand unterschiedlicher Gehirnaktivitäten unterschieden werden: in den Phasen 1-4 wird der Schlaf immer tiefer, und die Gehirnaktivität verläuft im gleichen Takt immer langsamer. In der REM-Phase sind die Gehirnaktivitäten nicht mehr im gleichen Takt, man träumt lebhaft, und die Augen bewegen sich (REM: engl. rapid eye movement, schnelle Augenbewegung). Diese fünf Phasen dauern zusammen etwa 1,5 Stunden und wiederholen sich im Laufe der Nacht mehrmals. Die REM-Phasen sind frühmorgens (3-4 Uhr) besonders lang und für die Erholung besonders wichtig.

Die Schlafeinleitung erfolgt im Hirnstamm durch Botenstoffe, welche bei einbrechender Dunkelheit ausgeschüttet werden. Die verschiedenen Schlafphasen kommen dadurch zustande, dass ein bestimmtes Areal im Hirnstamm die Verbindung von Großhirn und Körper jeweils unterschiedlich stark löst und dem Großhirn dabei einen langsamer werdenden Arbeitstakt vorgibt. So dringen Sinneswahrnehmungen nicht mehr so leicht in unser Bewusstsein, und geträumte Bewegungen werden nicht ausgeführt. Durch bestimmte alarmierende Sinnes-Empfindungen wird diese Trennung wieder aufgehoben, Körper und Gehirn werden wieder zusammengeschaltet: wir werden wach. Ist die Abkoppelung des Großhirns inkomplett, so kann es zum Schlafwandeln oder zu Hypnagogie kommen. Mediziner können die elektrischen Aktivitäten des Großhirnes und die Augen- und Muskelbewegungen im Schlaflabor messen und dadurch Schlafstörungen erkennen.

Schlafstörungen

Wenn Störungen auf den ruhenden Menschen einwirken, wird der gesunde Schlaf gestört. Generell gilt: wer schlecht einschläft oder durchschläft, ist tagsüber weniger leistungsfähig, unausgeglichen und krankheitsanfälliger. Schlafstörungen über längere Zeit können sich zu quälenden Zuständen aufschaukeln. Einschlafstörungen sind häufig durch die Lebens­umstände ausgelöst: schmerzhafte Erkrankungen, Atemwegserkrankungen (Asthma bronchiale, entzündliche Atemwegsverengung), seelische Belastungen, äußerliche Störungen, Unruhe am Abend. Auch Kaffee oder Alkohol führen zu Schlafstörungen. Es gibt jedoch auch organische Krankheitsbilder von Schlafstörungen:

  • Narkolepsie (Schlummersucht) ist ein Krankheitsbild mit anfallartig auftretendem Schlafzwang, plötzlicher Muskelerschlaffung bestimmter Muskelgruppen durch bestimmte Auslöser, einem unnormalem Schlafrhythmus und gelegentlicher Schlaflähmung (vorübergehende Bewegungsunfähigkeit beim Einschlafen oder Aufwachen, oft begleitet von Fehlwahrnehmungen). Die Ursache der Narkolepsie ist unbekannt; man vermutet einen Wirkungsfehler eines Botenstoffes im Hirnstamm.

  • Restless Legs Syndrome ist ein sehr häufiges Nervenleiden, das beim Ruhenden zu einschießenden Bewegungen der Beine, Bewegungsunruhe und Missempfindungen der Gliedmaßen führt. Ein- und Durchschlafen sind gestört. Man vermutet eine erbliche Veranlagung als Ursache; das Restless Legs Syndrome kann jedoch auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden.

  • Schlafapnoen sind sekundenlange bis minutenlange nächtliche Aussetzer des Atmens - gefährlicher Sauerstoffmangel ist die Folge. Die Ursache ist häufig ein Verschluß der Atemwege im Rachenraum, wenn die Rachenmuskulatur und das Gaumensegel entspannt sind und beim Einatmen zusammensacken. Übergewichtige Männer und Schnarcher sind besonders häufig betroffen. Aber auch andere konstitutionelle Ursachen sind möglich: Fehlbildungen der Kiefer, des Mund-Nasen-Rachenraums, eine verdickte Zunge bei Akromegalie u.a.


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