Home
Psoriasis
Deutsch | Français

Psoriasis

Die Schuppenflechte

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine sehr verbreitete Form der Hautentzündung. In den meisten Fällen ist sie dauerhaft (chronisch) und kann nur schwer behandelt werden. Man schätzt, dass 3-5 % aller hellhäutigen Europäer unter dieser Erkrankung leiden. Die Ursache der Psoriasis ist unbekannt, jedoch gibt es eine vererbte genetische Veranlagung, welche auch eine Generation überspringen kann. Ausgelöst wird die Psoriasis sehr häufig durch starke Belastungen, z.B. seelische Belastungen, hormonale Umstellungen oder eine Infektion.

Die Psoriasis heißt deswegen Schuppenflechte, weil die scharf begrenzten entzündeten Hautstellen (Plaques) mit groben silbrigen Schuppen bedeckt sind, die sich leicht abheben lassen. Darunter kommt dann häufig eine rot entzündete Oberhaut mit punktförmig kleinen Blutungen zutage. Je nach Krankheitstyp sind verschiedene typische Hautareale und andere Körperteile betroffen. Die wichtigsten Formen von Schuppenflechte sind:

Psoriasis vulgaris.

Dies ist mit 95% aller Fälle die häufigste Form. Als Typ 1 tritt sie vor dem 40. Lebensjahr auf (meistens zwischen 20 und 30, in der Regel nicht vor der Pubertät), als Typ 2 nach dem 40. Lebensjahr. Betroffene Hautareale sind meistens die Ellbogen, Knie, Leistenbeugen, Analregion, Kopfhaut. Je früher die Schuppenflechte auftritt, desto hartnäckiger bleibt sie. Die Erkrankung kann stetig oder schubweise verlaufen.
Die Plaques entstehen punktförmig (Psoriasis punctata), vergrößern sich (Psoriasis guttata, nummularis), fließen zu großen Flächen zusammen und heilen mittig zuerst ab, wobei sie gewundene Plaqueränder hinterlassen (Psoriasis anularis, gyrata). An feuchten erkrankten Hautstellen können sich Infektionen (Bakterien, Pilze) aufsiedeln. Sind die Nagelbette erkrankt, so bilden sich Flecken und Grübchen im Nagel, der Nagel hebt sich vom Nagelbett ab oder zerfällt (Nagelpsoriasis).

Psoriasis pustulosa.

Sie ist selten (5% aller Fälle) und bildet viele kleine Pusteln (Eiter-gefüllte Hautbläschen), welche schuppend abheilen. Die Handflächen und Fußsohlen sind häufig betroffen, was zu lästigen Beschwerden führt. Selten sind großflächige Areale betroffen (generalisierte Form), was mit schweren Begleitbeschwerden der Entzündung verbunden sein kann (Fieber, schlechter Allgemeinzustand, Abmagerung).

Psoriasis-Arthritis

Sie ist eine dauerhafte Gelenkentzündung, die sich in den allermeisten Fällen zusätzlich zur Psoriasis vulgaris entwickelt (bei 6-8 % aller Psoriasis vulgaris-Patienten). Auch hier wird eine genetische Veranlagung als Ursache vermutet. Diese Gelenkentzündung (Arthritis) kann verschiedene Gelenkgruppen befallen. Der akrale Typ der Psoriasis-Arthritis ist besonders häufig. Er befällt je eine Reihe der Fingergelenke beider Hände oder alle Gelenke eines Fingers. Die Gelenke schwellen schmerzhaft an, büßen an Beweglichkeit ein, entwickeln Fehlstellungen. In schwersten Fällen werden sie völlig zerstört und abgebaut (mutilierende Form, Osteolyse). Seltenere Formen der Psoriasis-Arthritis befallen große Gelenke der Arme und Beine (zentraler Typ) oder die Wirbelsäule (Wirbelsäulentyp).

Psoriasis ist nicht gefährlich. Aber sie ist für die Patienten und ihre nahen Angehörigen eine schwere Last. Denn die Plaques verursachen häufig einen quälenden Juckreiz und die Makel der sichtbaren Plaques mindern die körperliche Attraktivität. Das Selbstwertgefühl, aber auch Partnerschaft und Freizeitaktivitäten leiden darunter. Sind die Gelenke befallen, so kommen Gelenkschmerzen und Gelenkschwellungen hinzu.


Geben Sie Ihre
Postleitzahl ein: