Therapien
Aktuelle & neue Wege in der Nierenkrebstherapie:
- Chirurgische Entfernung:
- Chemotherapie:
- Hormontherapie:
- Immuntherapie:
- Biologische Therapie:
- Strahlentherapie
Ein bewährtes Heilungsmittel ist die vollständige operative Entfernung der befallenen Niere. Falls nötig, werden auch umgebende Lymphknoten und umgebendes Bindegewebe mit entfernt. Wenn die andere Niere gesund ist, kann sie die Funktion der entfernten Niere ausgleichen. In spezialisierten Zentren kann diese Operation auch schonend minimal-invasiv durchgeführt werden (Schlüsselloch-Chirurgie). Falls eine Operation nicht in Frage kommt, kann versucht werden, den Tumor abzutöten, indem man in einem kleinen Eingriff über einen Katheter seine Blutversorgung verstopft (Embolisation) oder durch Hitze verödet.
Wenn das Nierenzellkarzinom bereits Tochtergeschwülste in anderen Körpergeweben gebildet hat, welche nicht operativ entfernt werden können, so kommen verschiedene andere Therapien in Betracht (Medikamente in Klammern):
Eine Chemotherapie versucht, die Krebszellen durch Giftstoffe abzutöten (5-Fluoruralil, 5FU).
Eine Hormontherapie bremst das Wachstum der Krebsgeschwulst, indem sie die Wirkung körpereigener Hormone auf die Krebszellen stört (Gestagene, Androgene, Antiandrogene und Tamoxifen).
Eine Immuntherapie versucht in Kombination mit einer Chemotherapie, das körpereigene Abwehrsystem gegen die Krebszellen zu aktivieren. Dies kann durch Botenstoffe geschehen, die die Abwehrzellen anregen (Interferon-alpha oder Interleukin 2). Aktuelle Studien erproben die gezielte Aktivierung des Immunsystems durch Impfstoffe, welche der Oberfläche von Nierenkrebszellen ähneln (IMA901).
Die biologische Therapie bremst Botenstoffe, welche das Wachstum von Blutgefäßen anregen (Sorafenib, Sunitinib,Temsirolimus, Bevacizumab). So wächst die Geschwulst langsamer oder gar nicht mehr.
Strahlentherapie tötet die Krebszellen durch gezielte ionisierende Strahlung ab. Dies kommt vor allem bei Tochtergeschwülsten im Gehirn oder im Knochenmark zur Anwendung.
Diese Therapien kommen auch zum Einsatz, falls das Nierenzellkarzinom nach einer erfolgreichen Behandlung wiedergekehrt ist (Rezidivtherapie) oder falls der Patient unheilbar krank ist (palliative Therapie). Die Chemo-, Strahlen- und Hormontherapien gelten jedoch als wirkungsschwach. Deshalb werden aktuell große Hoffnungen in neuartige biologische Therapien und Immuntherapien gesetzt.
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