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Nierenzellkarzinom
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Medikamente

Medikamente kommen zum Einsatz, wenn nicht operiert werden kann, wenn die Ergebnisse der Operation unzureichend sind oder als ergänzende Therapie zur Operation (adjuvant / neoadjuvant). Medikamente haben im Gegensatz zur Operation eine Auswirkung auf den gesamten Körper (systemischen Ansatz).

Chemotherpeutika töten Zellen ab, welche sich teilen wollen.

  • 5-Fluoruralil/ 5FU bremst die Herstellung von DNA, damit die Krebszelle sich nicht mehr teilen kann. Nebenwirkungen von 5FU beruhen darauf, dass auch gesunde Zellgewebe schlechter repariert werden: das führt zu gereizten Schleimhäuten (Mund, Darm, Bindehaut - wunder Mund, Durchfall, Unwohlsein), Hautveränderungen und Haarausfall.

Hormon-Hemmstoffe bremsen die Tumorwachstum anregende Wirkung von Hormonen:

  • Gestagene sind eine Gruppe von weiblichen Geschlechtshormonen, von denen einige bei Männern die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) unterdrücken können. Falls die Tumorzellen durch Androgene zum Wachstum angeregt werden, so kann dies mit Gestagenen gebremst werden.
  • Antiandrogene bremsen die Wirkung von Androgenen und damit das Wachstum des Tumors.
  • Tamoxifen ist ein Antiöstrogen. Es verhindert, dass weibliche Krebszellen durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen zum Wachstum angeregt werden.

Immuntherapeutika regen das körpereigene Abwehrsystem zum Kampf gegen Tumorzellen an:

  • Interferon-alpha ist ein Botenstoff, der das körpereigene Abwehrsystem veranlasst, Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen abzutöten.
  • Interleukin 2 ist ein Botenstoff, der die Bildung von Antikörpern anregt. Antikörper markieren Fremdstoffe im Körper (z.B. Tumorzellen), welche dann von den Abwehrzellen erkannt und beseitigt werden.
  • IMA901 ist ein neuartiger Impfstoff. Er imitiert bestimmte Oberflächen von Nierenzellkarzinom-Zellen und regt die körpereigene Abwehr zur Antikörperbildung an. Diese Antikörper sollen dann die Tumorzellen markieren und zu deren Abtötung führen.

Biologicals sind eine Gruppe von modernen Wirkstoffen, welche den körpereigenen Botenstoffen in der Zelle sehr ähnlich sind:

  • Sorafenib bremst die Zellteilung und das Wachstum von Blutgefäßen im Tumor.
  • Sunitinib bremst die Zellteilung
  • Temsirolimus ist der Hemmstoff eines Botenstoffes u.a. in Tumorzellen und Blutgefäßzellen und hemmt deren Vermehrung.
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