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Nierenzellkarzinom
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Nierenzellkarzinom

Was ist ein Nierenzellkarzinom?

Unsere Nieren filtern Wasser und bestimmte Stoffe aus dem Blut, welche mit dem Urin ausgeschieden werden. In den Nierenröhrchen wird das richtige Verhältnis von Wasser und diesen Stoffen hergestellt. Diese Röhrchen (Tubuli) sind aus Nierenzellen aufgebaut.

Beim Nierenzellkarzinom ist eine dieser Zellen entartet und bildet eine bösartige Wucherung. Diese Wucherung schädigt die betroffene Niere und kann Nachbargewebe befallen. Einzelne Krebszellen können über Lymphgefäße oder Venen in andere Körpergewebe (Lunge, Leber, Knochenmark, Gehirn) wandern und dort sehr gefährliche Absiedlungen (Metastasen) bilden. Ist dies geschehen, so beträgt statistisch die mittlere Lebenserwartung noch ein Jahr.

Jährlich erkranken in Europa über 80.000 Menschen an Nierenkrebs. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Etwa drei Prozent aller Krebstodesfälle bei Erwachsenen werden durch bösartige Tumore der Niere verursacht. Es kann gut behandelt werden, wenn es früh erkannt wird. Übergewichtige, Raucher und dauerhaft Nierenkranke sind besonders gefährdet. Oft wird das Nierenzellkarzinom nur zufällig entdeckt. Direkte Krankheitszeichen (Blut im Urin, Flankenschmerz, tastbare Geschwulst) treten erst spät auf, wenn der Tumor möglicherweise schon fortgeschritten ist. Häufiger ist es, dass indirekte Krankheitszeichen (Blutarmut, Gewichtsabnahme, nächtliches Fieber) den Nierenkrebspatienten zum Arzt führen.

Große Geschwulste können ertastet werden. Mit modernen bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Röntgenthorax, CT, MRT, PET) werden Geschwulste und Absiedlungen ab einer bestimmten Größe zuverlässig erkannt. Auch stellen Krebszellen bestimmte Stoffe her, die zwar nicht zuverlässig über den Krebs Auskunft geben (keine Marker), jedoch nach gestellter Diagnose bei der Therapieplanung genutzt werden.

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