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Pentosanpolysulfat kann bei der Behandlung der interstitiellen Zystitis eingesetzt werden. Es wird vermutet, dass es die Glykosaminoglykanschicht (GAG-Schicht) in der Blase verbessert. Die GAG-Schicht kleidet natürlicherweise die Blasenwand von innen aus und dient dem Schutz der Blase vor agressiven Stoffen im Urin. Ber der IC ist diese Schicht zum Teil zerstört und toxische Bestandteile des Harns können in das tiefere Gewebe der Blase eindringen und sie so beschädigen.
Bei der Therapie mit Pentosanpolysulfat hat die intravesikale Instillationstherapie - das heißt, das Medikament wird mit einem Katheter direkt in die Blase eingebracht - den Vorteil, dass eine hohe Wirkkonzentration in der Blase bei geringen systemischen Nebenwirkungen erreicht wird. Wird das Medikament oral eingenommen, geht es zuerst in das Blut über und erst dann an den Wirkort, die Blase. Das Auftreten von Nebenwirkungen ist wahrscheinlicher und der Wirkeintritt später bzw. sogar geringer.
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Der Weg bis zur Diagnose einer Interstitielle Zystitis (IC) bedeutet für Patienten häufig eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Die Ursache der IC scheint, anders als bei der „normalen Blasenentzündung", keine Bakterien, sondern eine Schleimhautveränderung zu sein. Kleine Risse in der Blasenschleimhaut können unerträgliche Schmerzen und starken Harndrang hervorrufen.
Da die IC eine sehr seltene Erkrankung ist, wird sie von vielen Hausärzte und auch Urologen oft nicht in Erwägung gezogen. Es werden Antibiotka und schmerzstillende Medikamente verschreiben, doch die Symptome kommen häufig schnell zurück und der nächste Arztbesuch rückt näher. Die Betroffenen erhalten Diagnosen wie Harnblasenentzündung (Zystitis), Harnröhrenentzündung (Urethritis), Blasensteine oder eine überaktive Blase, denn die Symptome sind ähnlich. Erst sehr spät oder oftmals auch gar nicht kommt es zu der Diagnose einer IC.
Viele Betroffene informieren sich im Internet oder in der Literatur über ihre Erkrankungen, kommen somit oftmals selbst zu ihrer Diagnose und wenden sich dann an einen Fachmann oder an Selbsthilfegruppen.
Bei einem Patienten mit Beschwerden wie starkem und häufigem Hrandrang, nächtliches Wasserlassen, Beckenschmerzen usw. sollte grundsätzlich auch an eine Interstitielle Zystitis gedacht werden. Nur so erhält der Patient eine Chance auf eine frühzeitige und effektive Behandlung.
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Botulinumtoxin (Botox®) A ist das potentste Gift unseres Planeten. In minimalster Konzentration jedoch wird es bereits erfolgreich in der Gesichtskosmetik angewandt: die kleinen Muskeln unter den Fältchen entspannen sich und die Gesichtshaut glättet sich wieder.
Nun hofft auch die Urologie auf Erfolge bei der Therapie von IC und Reizblase mit Botox. Durch Anwendung von Botulinumtoxin Typ A, einem Hemmer der motorischen Reizübertragung, lassen sich überaktive Muskeln vorübergehend entspannen. Zudem wird auch die sensible Reizübertragung von der Blase zum Gehirn teilweise gehemmt (Schmerzlinderung). Urologen können das Medikament direkt in die erkrankte Blase einbringen. Für Patienten, die aufgrund einer IC unter ständigem Harndrang und starken Blasenschmerzen und -krämpfen leiden, könnte Botox eine hoffnungsvolle Therapieoption sein.
In der Urologie erfolgt der Einsatz des Botulinumtoxin aktuell nach wie vor ohne Zulassung (off label).
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Diabetiker, die regelmäßig Insulin nehmen müssen, können als Schwerbehinderte anerkannt werden. So urteilte vor kurzem ein Gericht in Berlin-Brandenburg. Eine 1953 geborene Typ 2 Diabetikerin hatte geklagt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Schwerbehinderte werden durch Gesetze besonders geschützt und gefördert. Sie haben unter anderem einen besonderen Kündigungsschutz und steuerliche Vorteile.
Saxagliptin ist ein Medikament zum Einnehmen. Es führt zu einer vermehrten Insulinfreisetzung und damit zu einer Senkung des Blutzuckers. Es darf aber nur zusammen mit anderen Tabletten wie Metformin oder Sulfonylharnstoffen eingenommen werden. In den Zulassungsstudien wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Saxagliptin an insgesamt 4.148 Patienten mit Typ 2 Diabetes untersucht.
Quelle: Pressemitteilung b-ms
Neue Hoffnung für Diabetiker: in den nächsten 4 Jahren könnten bis zu 19 neue Medikamente gegen den Diabetes auf den Markt kommen. Sie wirken zum Teil ähnlich wie schon erhältliche Medikamente, sind aber besser verträglich oder wirken besser. Es gibt aber auch neue Ansätze: Einige Medikamente lassen den Körper den vielen Zucker über den Harn ausscheiden. Dies erklärte der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) auf einer Pressemitteilung im November.
Quelle: Pressemitteilung vfa
Über viele Jahre war es in Stein gemeißelt: Diabetiker sollten am besten spezielle Diabetiker Nahrung zu sich nehmen. Diese enthält praktisch keinen natürlichen Zucker sondern wird vor allem mit künstlichen Süßstoffen hergestellt. Diese Meinung ist nach neuesten Forschungsergebnissen aber veraltet. Das größte Problem des Diabetikers ist nicht der Zucker, den er zu sich nimmt, sondern der Insulinmangel oder die Insulinresistenz im Körper. Deswegen gelten für Diabetiker mittlerweile die gleichen Diätregeln wie für Gesunde. Der Staat plant auch eine Streichung des § 12 mit speziellen Regelungen für Diabetiker-Lebensmittel.
Quelle: www.diabetesde.org
Neue Erkenntnisse zeigen, dass es Medikamente gibt, die besonders vor der Schädigung des Auges beim Diabetiker schützen. Bei der Therapie mit einem Fettsenker (Fenofibrat) und einem Blutdruckmedikament (Candesartan) kam es zu einer Besserung der Schäden an der Netzhaut. Patienten, die Fenofibrat einnahmen, blieb sogar öfter eine Laserbehandlung des Auges erspart.
Quelle Candesartan: The Lancet Fenofibrat: The Lancet
Möglicherweise haben Menschen, die wenig schlafen, ein höhere Risiko für einen Typ 2 Diabetes. Dies zeigt eine Studie in New York, bei der über 1400 Diabetiker teilnahmen. Patienten mit erhöhten Blutzuckerwerten hatten viel häufiger angegeben, mit weniger als 6 Stunden Schlaf auszukommen. Es ist aber weitere Forschung notwendig, um diesem Zusammenhang tiefer auf den Grund zu gehen.
Quelle: Ärzteblatt
In aktuellen Studien hat das moderne Anticholinergikum Solifenacin (Vesikur®) nochmals seine Wirksamkeit und zudem eine gute Verträglichkeit bewiesen. In der SUNRISE-Studie wurden 16 Wochen lang etwa 700 Patienten beobachtet. Im Gegensatz zu einem verabreichten Placebo bewirkte Solifenacin, dass sich sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der plötzlichen Harnattacken wesentlich verringerte. Das Medikament wurde gut vertragen, darunter wurde die Häufigkeit des Auftretens der Nebenwirkung Mundtrockenheit als niedrig eingestuft. Ein großes Problem stellt jedoch das Schamgefühl der Betroffenen über ihre Erkrankung dar. Dieses hindert viele daran, zum Arzt zu gehen und sich ein Medikament verschreiben zu lassen, das ihnen den Leidensdruck aufgrund der sehr guten Wirkung nehmen kann.
Quellenangabe: Clinlife
An der University of Queensland, Australien, haben Wissenschaftler in einer Placebo-kontrollierten Studie festgestellt, dass Medikamente mit dem Extrakt aus der Kavapflanze gute Wirksamkeit bei der Behandlung von Angstzuständen und Depressionen zeigen.
Der Extrakt wurde in den USA und Europa als Sedidativum verkauft und 2002 aufgrund angeblicher Lebertoxizität verboten.
Die Plazebo-kontrollierte Studie weist Kava nun als effektives und sicheres Behandlungsmittel bei chronisches Angstzuständen und Depressionen aus. Das Pflanzenextrakt soll weniger Abhängigkeit und Nebenwirkungen verursachen.
Wenn das Medikament sachgerecht angewendet wird, soll es ein sehr geringes Risiko für Leberprobleme darstellen.
Quellenangabe: Pressetext
Seit Januar 2009 ist das atypische Neuroleptikum Seroquel® (Quetiapinhemifumarat) in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medzinprodukte (BfArM) zusätzlich für die Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen zugelassen. In Österreich wurde ebenfalls vor kurzem eine Zulassung erteilt. Für die Schweiz wird sie im Herbst 2009 erwartet.
Erstmals wurde das Medikament 2000 für die Behandlung der Schizophrenie in Deutschland zugelassen. Im Jahre 2004 wurde die Zulassung für mäßige bis schwere manische Episoden einer bipolaren Störung erweitert.
Die Erweiterung des Indikationsbereichs in diesem Jahr stützt sich auf zwei Studien ( BOLDER I und II Studien), in denen belegt werden konnte, dass Seroquel® im Vergleich zu Placebo signifikante Verbesserung der Symptomatik bewirkt. Durch die Behandlung konnten die Kernsymptome der Depression wie Traurigkeit, pessimistische Gedanken, Schlaflosigkeit, Gefühllosigkeit und Selbstmordgedanken abgeschwächt werden.
Quellenangabe: www.Journalmed.de
Der sog. 5D-Intravitaltomograph, der unter der Koordination der Firma JenLab GmbH entwickelt wird, soll bereits Ende 2008 am Frauenhofer-Institut als Prototyp zum Einsatz kommen. Das Gerät soll es ermöglichen künftig hauteigene Bestandteile binnen Sekunden mikrometergenau zu erfassen, ohne dass Kontrastmittel zugegeben oder Hautproben entnommen werden müssten. Das wäre nicht nur für Patienten angenehmer, sondern auch für die Wissenschaft von großem Vorteil. Erstmals könnten dynamische Vorgänge in der Haut, wie beispielsweise die Verteilung von Wirkstoffen, direkt im realen System mit großer Genauigkeit beobachtet werden. Auf diese Weise erhoffen sich die Wissenschaftler künftig Erkrankungen wie die Neurodermitis besser verstehen und damit behandeln zu können.
Quellenangabe: www.idw-online.de
Nicht nur Pollenallergikern droht der gefürchtete „Etagenwechsel" ihrer Symptome. Auch Kinder mit Neurodermitis erkranken später häufiger an Asthma. Die Symptome einer Pollenallergie sind unangenehm und lästig. Gesundheitlich riskant wird die Allergie aber erst, wenn die Beschwerden von der Nase Richtung Lunge wandern. Dieser sogenannte Etagenwechsel bedeutet meist chronisches Asthma. Australische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass auch Neurodermitis in der Kindheit diesen Etagenwechsel auslösen kann. Sie fordern daher eine konsequentere Behandlung kindlicher Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt. Eine frühzeitige aggressive Therapie könne das Risiko verringern, dass diese Kinder später einmal Asthma bekommen, schreiben die Forscher in der Online-Ausgabe des „Journal of Allergy and Clinical Immunology".
Quellenangabe: Focus.de
Die Universitäts-Hautklinik Mainz testet Therapie mit UV-freiem Licht Eichenau, April 2008 „Die Bestrahlung mit UV-Licht kann eine Neurodermitis stabilisieren", so Dr. med. Esther von Stebut-Borschitz, Leiterin der Neurodermitis-Sprechstunde an der Hautklinik Mainz. „Dabei nimmt man aber das Risiko in Kauf, dass Jahre später Hautkrebs entstehen könnte." Seit November 2006 kommt an der Mainzer Hautklinik ein UV-freies Ganzkörper-Bestrahlungsgerät zum Einsatz. „Die UV-freie Lichttherapie zeigt eine mindestens gleich gute Wirksamkeit wie Kortison oder die UV-Strahlentherapie, ohne dass es hier zu Schädigungen der Lymphozyten kommt. Langzeiterfahrungen bleiben aber abzuwarten", so Dr. von Stebut-Borschitz.
Quellenangabe: Artikel-Presse-News Presseportal
Durch die Behandlung mit dem Multikinase-Hemmer Sunitinib (Sutent®), mit dem sich das Unternehmen Pfizer für den diesjährigen internationalen Prix Galien bewirbt, ist Bewegung in die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom gekommen. In der Zulassungsstudie für das Medikament lebten zuvor unbehandelte Patienten unter Sunitinib im Median länger als zwei Jahre. Auch Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren profitieren von der Behandlung mit dem Enzymhemmer: Das Fortschreiten des Tumors kann verzögert werden.
Quellenangabe: Ärzte Zeitung
Hoher Blutdruck kann das Risiko erhöhen, an Nierenkrebs zu erkranken. Dies zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, die auf den Daten von fast 300.000 EU-Bürgern beruht.
Teilnehmer, die an nur schlecht oder gar nicht eingestellter arterieller Hypertonie litten, erkrankten zwei- bis dreimal häufiger an Nierentumoren als solche mit normalen Blutdruckwerten. Wurde der Hochdruck dagegen medikamentös abgesenkt, war kein erhöhtes Risiko feststellbar. Probanden, deren Erkrankung trotz Therapie anhielt, erwiesen sich als am stärksten gefährdet. Insgesamt traten im Lauf der Studie 250 Fälle von Nierenzellkarzinom auf.
Quellenangabe: Focus.de
Gleich mit einer dreifachen Wirkung kann ein neues Antihistaminikum aufwarten, das jetzt zur Behandlung der saisonalen und perennialen Rhinitis auf den Markt kommt. Es handelt sich um den Wirkstoff Mizolastin, welcher eher als Antiallergikum, denn als Antihistaminikum charakterisiert werden sollte. Denn Mizolastin hemmt einerseits die Degranulation von Mastzellen und damit die Freisetzung von Histamin (allergische Frühreaktion), es besitzt aber darüber hinausgehende Wirkungen, wie Prof. Erwin Schöpf (Freiburg) bei der Vorstellung in Bonn darlegte.
So verhindert Mizolastin (Zolim®, Schwarz Pharma) die Bildung von Leukotrienen, welche das entzündliche Geschehen unterhalten. Außerdem setzt das neue Antiallergikum direkt an den Mastzellen an und stabilisiert deren Zellmembran. Dadurch wird per se die Degranulation erschwert und mit ihr die Freisetzung weiterer Entzündungsmediatoren, ein Effekt, der bei anderen H1-Rezeptorantagonisten bislang nicht gesehen wurde. Zugelassen wurde der neue Wirkstoff für die allergische Rhinitis sowie die Urtikaria; gute Effekte werden außerdem bei der Neurodermitis gesehen, schilderte Frau Dr. Hortensia Pfannenstiel (München). Die Dermatologin schätzt das Präparat, weil Patienten mit Pollenallergie sehr rasch Linderung erfahren: "Innerhalb von einer Stunde nach der Einnahme sind die meisten Patienten völlig beschwerdefrei."
Auch bei der Urtikaria gehen die Beschwerden rasch, meist innerhalb von ein bis vier Stunden zurück. Bei der Neurodermitis beobachtete die Medizinerin vor allem eine deutliche Linderung des Juckreizes sowie eine schnellere Abheilung des Ekzems, was nach ihrer Meinung auf die direkte antiallergische Wirkung zurückzuführen ist.
Quellenangabe: Ärzteblatt
Parasiten können Urtikaria auslösen, da sie die Mastzellen aktivieren und eine IgE-Ausschüttung hervorrufen. Als Immunglobulin E (IgE) bezeichnet man einen Antikörper, der in erster Linie Parasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien. Patienten mit chronischer Urtikaria, atopischer Dermatitis oder Juckreiz unklarer Ursache sind deutlich häufiger mit Darmparasiten infiziert als Personen ohne allergische Symptome. Besonders Parasiten wie Helminthen und Protozoen rufen die juckenden Quaddel hervor. Hinweise auf eine Parasitose als Ursache einer Urtikaria geben Faktoren, wie Aufenthalt in Übersee, Süd- oder Osteuropa, schlechte hygienische Bedingungen, Verzehr von rohem Fisch (Sushi), gastrointestinale Symptome und Fieber.
Quellenangabe: Ärzte Zeitung
Wie jetzt in einer Studie festgestellt wurde, erbringt das Vierfache der Standarddosis von Desloratadin die fast vollständige Symptomfreiheit bei durch Kälte induzierter Urtikaria. Die Studie schloss 30 Patienten ein, die entweder mit 5 mg Desloratadin, oder mit der vierfachen Dosis von 20 mg oder mit einem Placebo behandelt wurden. Anschließend wurde ein lokaler Kältereiz von 4° C gesetzt. Professor Marcus Maurer von der Berliner Charite erklärte, dass die entstandenen Quaddeln unter der Behandlung mit der vierfachen Dosis Desloratadin nicht einmal halb so groß wie unter der Standarddosis waren. Zum Teil traten sogar gar keine Symptome mehr auf. Die Studie zeigt, dass deutlich höhere Dosierungen von Desloratadin bei der kälteinduzierten Urtikaria auf jeden Fall anzuraten sind, um eine Linderung oder sogar Beschwerdefreiheit zu erzielen.
Quellenangabe: Ärzte Zeitung
In einer Studie wurde überprüft, ob die Anwendung von engbandigem ultraviolettem Licht Typ B ergänzend zur Einnahme von Antihistaminika einen positiven Behandlungseffekt auf die Urtikaria aufweist. Dafür wurden 48 unter Urtikaria leidende Patienten sowohl mit UVB-Licht als auch mit Antihistaminika behandelt. Die Kontrollgruppe erhielt nur ein Antihistaminikum. Beide Gruppen wurden zweimal während der Behandlung und drei Monate nach Abschluss der Behandlung beurteilt. Mit Hilfe des Urtikaria-Aktivitäts-Scores und einer visuellen Analog-Skala konnte festgestellt werden, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen den Ergebnissen der beiden Gruppen gibt. Die Gruppe, die die Kombinationstherapie erhielt, wies eine deutliche Reduzierung des Urtikaria-Aktivitäts-Scores und der visuellen Analog-Skala auf. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie Behandlung mit engbandigem UV-B-Licht in Kombination mit der Einnahme von Antihistaminika eine effektive Therapie darstellt.
Quellenangabe: Pubmed
Der mögliche Einfluss von weiblichen Sexualhormonen auf die Entstehung der Urtikaria wird zur Zeit von Wissenschaftlern untersucht. Sexualhormone beeinflussen Zellen des Immunsystems und die Entzündungszellen, einschließlich der Mastzelldegranulation, die für die Entstehung der Urtikaria eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus wird das Auftreten der Urtikaria mit Phasen der hormonellen Umstellung assoziiert, wie es z.B. während der Menstruation, der Schwangerschaft, der Menopause und unter der Einnahme von hormonellen Kontrazeptiva der Fall ist. In dieser Zeit ist die Anfälligkeit gegenüber der Urtikaria offensichtlich größer und sie tritt vermehrt auf. Es wurde ebenfalls festgestellt, dass Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Diese Erkenntnisse, die von polnischen Wissenschaftlern gewonnen wurden, legen den Einfluss von Sexualhormonen auf die Entstehung der Urtikaria nahe und sollten deshalb in Zukunft weiter untersucht werden.
Quellenangabe: Pubmed
Wissenschaftler der Universität Stanford haben herausgefunden, dass Hypocretin/Orexin enthaltendende Neuronen eine wesentliche Rolle bei der Schlaf-Wach-Regulation im zentralen Nervensystem spielen. Polnische und niederländische Forscher stießen jetzt auf konkrete Hinweise, die vermuten lassen, dass eine autoimmunologische Reaktion mit dem Fehlen dieser Neuropeptide bzw. der Degeneration ihrer Nervenzellen im Zusammenhang stehen könnte.
Quellenangabe: Pubmed
Patienten mit chronischem Nierenversagen erhalten, solange sie nicht transplantiert werden, in Deutschland in der Regel dreimal pro Woche eine Blutwäsche (Hämodialyse). Eine aktuelle kanadische Studie beweist, dass eine tägliche Dialyse den Gesundheitszustand der Dialysepatienten verbessern kann. Das "Journal of the American Medical Association" (JAMA) berichtet über eine aktuelle Studie an 52 Dialysepatienten der Universität Calgary (Alberta) unter der Leitung von Bruce Culleton. Wer jede Nacht dialysierte, hatte eine bessere Herzleistung, einen besseren Mineralhaushalt und einen niedrigeren Blutdruck - alles Faktoren, die die Lebensqualität und die Überlebenszeit des Patienten verbessern.
Quellenangabe: www.jama.ama-assn.org
Einer der Risikofaktoren für Nierenzellkarzinom ist die chronische Niereninsuffizienz. Diese Erkrankung wird häufig mit der Bauchfell-Blutwäsche (Peritonealdialyse) behandelt. US-amerikanische Forscher der Utah School of Medicine haben nun in einer statistischen Studie mit 1.053 Peritoneal-Dialysepatienten bewiesen, dass niedrig eingestellte Blutfette die Lebenszeit entscheiden verlängern. Wer Medikamente gegen hohe Blutfette einnahm, hatte im Untersuchungszeitraum von 2 Jahren ein 26% niedrigeres Sterberisiko und ein um 33% niedrigeres Risiko für Herz-Kreislaufversagen. Die Studie wurde geleitet von Alexander Goldfarb-Rumyantzev von der Harvard University in Boston. Er empfiehlt, den Nutzen von Blutfettsenkern bei Nierenpatienten weiter zu erforschen.
Quellenangabe: American Journal of Kidney Diseases
Migräne
Es werden Patienten gesucht, die unter einer Migräne leiden, momentan oder vormals mit Aura.
Leiden Sie unter Neurodermitis (atopische Dermatitis)?
Für diese Studie suchen wir Frauen und Männer ab 18 Jahren, die an Neurodermitis leiden.
KSM - Klinik für Schlafmedizin Zurzach

Badstrasse 33
CH-5330 Zurzach
